Durch Armut und Ungerechtigkeit hin zur Osterfreude

Das 5-tägige Seminar im Angerkloster in München führte unsere vier Missionarinnen auf Zeit in Vorbereitung von dem Leid und der Stille der Kartage hin zur Freude und dem jubelnden Halleluja des Ostersonntags! Zweifelsohne ganz besondere Tage …

Töpfereien aus Peru, Kreuze aus Mittelamerika und Tücher aus Gambia begleiteten uns durch diese Tage …

Ausführliche Recherchen zu den vielfältigen Strukturen der Ungerechtigkeit in unserer Welt, aber auch der Blick in die Bibel und das Lebenszeugnis verschiedener Befreiungstheologen, insbesondere Oscar Romeros (dessen Gedenktag am Gründonnerstag gefeiert wurde), ließen uns die zahlreichen Facetten von Armut erschreckend lebendig werden. Auch mit dem Thema Gewalt und persönlichen Krisensituation setzten wir uns ausführlich auseinander.

So was es von besonderer Bedeutung, dass wir am Karfreitag, den wir im Schweigen verbrachten, die Zerrissenheit der Welt wie auch unsere eigenen Lebens-Bruchstücke in den Spiegelkreuzen ins Bild bringen konnten.

Zudem war ein Schwerpunkt dieser Tage die Kommunikation: im interkulturellen Kontext, mit Blick auf Geschlechterrollen, möglichst gewaltfrei und nicht zuletzt auch mit unseren ganz persönlichen „Vögeln“ im Gepäck… 😉

Diese Tage ermöglichten also mit viel kreativem Tun, zahlreichen Rollenspielen und Übungen wichtige Schritte auf dem Weg zu einem gelungenen Einsatz für mehr Gerechtigkeit in dieser Welt – als Missionarinnen auf Zeit. Und manch eine Übung ließ uns dabei buchstäblich ganz nahe zusammenrücken!