Alle Beiträge von Katharina Locher

Es ist besiegelt!

Das Projekt „Missionarin auf Zeit“ der Armen Schulschwestern v.U.Lb.Fr. hat das RAL Gütezeichen für internationale Freiwilligendienste („Outgoing“) erhalten! Wir wurden dafür als Entsendeorganisation in einem externen Verfahren auf die Qualität unserer Arbeit hin überprüft. Nach diesem intensiven Prüfverfahren hat die „Gütegemeinschaft Internationaler Freiwilligendienst e.V.“ befunden: Ihr macht das klasse!

„RAL Gütezeichen“ gibt es für zahlreiche Produktarten und Leistungskategorien. Unserem „Produkt“ – also dem Freiwilligendienst „Missionarin auf Zeit“ – wurde ein hohes Maß an Qualität in der Durchführung bescheinigt. Die externe Prüfinstanz hat dafür insbesondere die Begleitung der Freiwilligen und das Krisen- und Notfallmanagement, aber auch Bereiche wie die Öffentlichkeitsarbeit und insbesondere die Kommunikation zwischen der Entsendeorganisation, den PartnerInnen im Gastland und den Freiwilligen in den Blick genommen.

Wir sind stolz darauf, dass damit die Qualität unserer Arbeit „besiegelt“ wurde, auf die unsere Freiwilligen, ihre Eltern und Bekannten, unsere PartnerInnen, und nicht zuletzt interessierte junge Menschen vertrauen können.

Da das Lernen nie aufhört und wir uns natürlich weiter entwickeln möchten, verpflichten wir uns als Gütezeichenträgerin dazu, uns alle zwei Jahre diesem Prüfprozess zu unterziehen und daraus gewonnene Erkenntnisse konstruktiv umzusetzen.

In diesem Sinne: Weiter geht`s!

Zudem sind wir als Entsendeorganisation Mitglied des „fid-Trägerkreises der AGEH“ (fid = freiwilliger internationaler Dienst, AGEH = Arbeitsgemeinschaft Entwicklungshilfe).

Weitere Infos zu dem Gütesiegel unter http://ral-freiwilligendienst.de/.

Der Weg ist das Ziel – also los geht`s!

Beim letzten Vorbereitungsseminar war wieder viel geboten.

So setzten sich die drei Freiwilligen Anna Verena, Johanna und Lea mit dem Thema Fotoethik auseinander und überlegten, was das Gelernte für ihre zukünftige Berichte bedeuten kann. Außerdem wurde das Thema Abschied nehmen in den Fokus gerückt und die Freiwilligen konnten beim Austausch der gegenseitigen Erfahrungen viel mitnehmen. Nicht zuletzt gab es organisatorische Themen wie Visa und Versicherungen, die nochmals geklärt wurden.

Aber das Wichtigste war dann an diesem Wochenende doch die feierliche Aussendung mit den Familien. Von allen drei Freiwilligen waren die Eltern angereist. Zum einen konnten diese dann beim Elternabend am Samstag auch noch ihre letzten Fragen zum MaZ-Einsatz loswerden, und zum anderen feierten sie mit den Schwestern, dem erweiterten MaZ-Team und den Freiwilligen den Aussendungsgottesdienst am Sonntagmorgen.

Danach gab es einen Brunch mit allen Angehörigen und Zeit für gemütliches Beisammensein.

Am Sonntagnachmittag waren dann noch die letzten Unklarheiten beseitigt und die Freiwilligen fühlten sich gestärkt, gewappnet und gesegnet für ihren Einsatz.

Wir freuen uns auf die ersten Berichte aus Peru und Kenia!

Ein LICHT-volles Seminar in der Karwoche

Das sechstägige Seminar in der Karwoche liegt hinter uns und war angefüllt mit wertvollen Erfahrungen, tiefen Begegnungen mit dem Ostergeschehen und mit uns selbst – und mit spannenden Themen…

Mit Themen rund um Sicherheit und Gesundheit, Umgang mit Krisensituationen, Selbstfürsorge, Kommunikation und Konflikt, Geschlechtergerechtigkeit, Strukturen der Ungerechtigkeit,… ging es ganz schön zur Sache!

Das Thema Armut ließen wir von verschiedenen Seiten auf uns wirken: Wir beschäftigten uns damit, wodurch Armut zustande kommt und wie sie uns bereits in der Bibel begegnet. Doch ließen wir uns auch persönlich anrühren: Bei einem Tag auf den Straßen Münchens ließen wir uns selbst darauf ein, mit nichts in der Tasche die Menschen zu uns sprechen zu lassen. Und im Schweigen erlebten wir die Armut der Sprachlosigkeit…

So waren es in mehrfachem Sinn „reich“ gefüllte Tage – und es war einfach schön, schließlich miteinander das Oster-Halleluja anstimmen zu können!

Nun kann es in die Endphase der Vorbereitung gehen! Mit Mitlebewoche, Länderseminar, Sprachvorbereitung,… Es wird langsam spannend!

Vorbereitungsseminar in Birkenstein

Das zweite Vorbereitungswochenende vom 17. bis 19. März führte uns in die Bayerischen Berge. Zwar konnten wir nur am ersten Abend einen idyllischen Alpenblick genießen, da es den Rest des Wochenendes in Strömen regnete, aber umso gemütlicher war es im Selbstversorgerhaus der Schwestern.

Diesmal lag der Schwerpunkt ganz auf der eigenen Biographie. Über verschiedene Symbole und kreative Gestaltung näherten wir uns unserem eigenen Lebensweg, dem inneren Kind, unseren Sehnsüchten, Stärken und Schwächen.

Drumherum wurde lecker gemeinsam gekocht, viel Kaffee getrunken, kooperativ gespielt und die Gemeinschaft genossen. Natürlich durfte auch ein Besuch bei der Schwesterngemeinschaft vor Ort und ihrer prächtigen Wallfahrtskapelle nicht fehlen, die uns Schwester Eresta voller Begeisterung näherzubringen verstand.

Ein Höhepunkt war die Messe in kleiner Runde, die der örtliche Kurat mit uns im Meditationsraum feierte und mit dem wir uns zusammen über eine Bibelstelle austauschten.

Und schließlich war an diesem Wochenende der große Moment gekommen, auf den wohl sowohl die MaZ’lerinnen als auch die Teamerinnen hingefiebert hatten: In Einzelgesprächen erfuhr jede Missionarin auf Zeit, wohin für sie die Reise gehen wird und wie ihre Einsatzstelle für das Jahr aussieht.

So waren nun auch die Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und dem Solidaritätskreis, die wir am Sonntag besprachen, viel greifbarer. Mit diesem Wissen und der spannenden Neuigkeit – dem Einsatzort und Zuhause für ein Jahr – im Gepäck und viel Apfelstrudel im Bauch verließen wir fröhlich Birkenstein und machten uns auf den Weg zurück in den Alltag.

Bis zum nächsten Treffen, das schon in wenigen Wochen stattfindet, wird viel passieren: Die neuen MaZ‘lerinnen werden Kontakt zu den Gemeinschaften vor Ort aufnehmen, können mit dem Organisieren anfangen und versuchen, gaaaaanz viel über ihr Einsatzland zu erfahren.

1. Vorbereitungsseminar in München

Im Januar fand das erste Treffen des neuen MaZ-Jahrgangs in München statt!

Nach einem lustigen Kennenlernen starteten wir schon direkt in die Vorbereitung: Was sind die persönlichen Motivationen, für ein Jahr ins Ausland zu gehen und einen Freiwilligendienst als MaZ zu machen? Was kann „Mission“ heute bedeuten? Was ist überhaupt Armut und wo begegnet sie uns?

Hitzig wurde es bei der Debatte über den Sinn und Unsinn von Freiwilligendiensten: Sind sie ein Ego-Trip ins Elend oder doch ein Lerndienst? An Diskussionsstoff mangelte es nicht und das Wochenende war gefüllt mit spannendem Austausch und Reflexion, aber auch gemütlichem Beisammensein, singen und beten.

Nicht nur untereinander lernten sich die drei neuen MaZlerinnen und das Team kennen, sondern auch die Entsendeorganisation der Schulschwestern wurde vorgestellt und erlebt. Beim Bericht einer Ehemaligen konnten wir den eisigen Wintertemperaturen ins sonnige Nordostbrasilien entfliehen und einen Einblick in ein MaZ-Jahr bekommen.

Schließlich gestaltete jede ihr eigenes Wegbuch, das nun treuer Begleiter durch die weiteren Stationen der Vorbereitung und das Jahr im Ausland sein wird. Nächster Stopp: Birkenstein in den Bergen!

Post von Lucia aus Peru – der erste Bericht

Der erste Bericht

Vier Wochen nach der Ausreise unserer Missionarinnen auf Zeit haben wir bereits Post – Lucias ersten Bericht – erhalten. Lucia erzählt von ihren ersten Erfahrungen in Jicamarca – einem Viertel der Metropole Lima in Peru.

So berichtet Lucia: „In dem Monat, den ich bis jetzt in Peru verbracht habe, ist schon ziemlich viel passiert. Und es ist irgendwie ein komisches Gefühl. Kein normaler Tourist lernt das Lima kennen, in dem ich lebe und in dem ich anfange, mich zu Hause zu fühlen.“

Den ganzen Bericht mit tollen Fotos könnt ihr hier lesen.